Das Besprechen von Warzen

Das Heilen mittels Gebeten findet sich in zahlreichen Kulturen der Erde.

Das Besprechen von Krankheiten ist nachweislich seit mehr als 1000 Jahren Bestandteil der traditionellen Heilkunst Europas. Bis heute hat sich das Besprechen von Warzen, Gürtelrose und anderen Hautkrankheiten als bekanntestes Beispiel dieser Heilmethode erhalten.

Warzen sind meist gutartige Gewebewucherungen der oberen Hautschichten, die durch eine Virusinfektion hervorgerufen werden. Sie werden mittels Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen, wodurch sich besonders blutende Warzen nach dermatologischen Eingriffen wie „Wegschaben“ großzügig vermehren. Aber auch die Ansteckung durch kleinste Verletzungen in Haut oder Schleimhaut, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, ist eine häufige Ursache für die Verbreitung von Warzen.

Die Kunst des Besprechens konnte hier schon in vielen scheinbar aussichtslosen Fällen helfen.

Es sind zahlreiche Sprüche und Gebete gegen Warzen überliefert. Sie unterscheiden sich von Region zu Region. Folgend ein kurzes Ritual aus Sachsen.

Nördlich von Chemnitz befindet sich das idyllische Muldental.

Dort wissen die alten Leute und Bauern aus der Region Penig und Markersdorf noch von einem jungen Mann zu berichten, der leider früh verstorben ist. Er vermochte Warzen zu vertreiben und „trockenen“ Kühen die Milch wiederzugeben.

Der Betroffene musste zu Vollmond zu diesem jungen Mann kommen und eine Speckschwarte mitbringen. Mit dieser wurden dann alle Warzen abgerieben. Dies musste schweigend und vor allem bewusst geschehen.

Anschließend wurde die Speckschwarte in der Erde vergraben. Der Betroffene und der „Besprecher“ gingen dreimal gegen den Uhrzeigersinn um die vergrabene Speckschwarte herum. Anschließend wurde darauf uriniert.

Der Betroffene musste sinngemäß sprechen:

Warze, ich gebe dich der Erde.

Dies sei dein Grab.

Bleibe dort um zu verrotten.

So bin ich dich fortan los!“

Danach war es üblich gemeinsam ein oder drei „Vater Unser“ zu beten.

Ziel war es die Verbindung zum Göttlichen bewusst zu machen. Man kann das Vater Unser auch durch ein anderes Gebet zum Beispiel zur Großen Göttin, zu Buddha oder jeden anderen Segenspruch ersetzen. Wichtig ist, dass der Anwender sich damit wohl fühlt.

Die Warzen verschwanden meist so schnell, wie die Speckschwarte in der Erde verrottete. (Es ist also sinnvoll, eine feuchte Stelle zu wählen. Wie beispielsweise unter der Regenrinne.)

Besonderer Dank geht hierbei an den Reiki-Lehrer Gunnar Ehrhardt von www.reiki-muldental.beepworld.de für den überlieferten Text sowie die zahlreichen Fachsimpeleien zum Thema Heilung.

Das Besprechen kann zusätzlich mit naturheilkundlichen Mitteln kombiniert werden. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Hautarzt darüber.

Mehrmals am Tag den gelben Saft des Schöllkrautes (Chelidonium majus) auf die Warzen (Bitte nicht bei Feigwarzen.) aufgetragen, unterstützt die Heilung. Der Saft ist ein Mitosegift, das also die Zellteilung und somit das weitere Wachstum der Warze verhindert. Mittel aus dieser Pflanze sind immer nur äußerlich anzuwenden!!

Sie können sich bei Fragen gern an mich wenden. Beachten Sie bitte auch meine Seminare und  meinen Fernkurs zu diesem Thema. Vielleicht beherrschen auch Sie bald die alte Kunst des Besprechens.


 

Jenny Oehme

24. September 2010